Corona Impfung – Die wichtigsten Infos

von / Mittwoch, 03 Februar 2021 / Veröffentlicht inAktuelles, Allgemein, App News, News

Warum konnten die SARS-CoV-2-Impfstoffe so schnell entwickelt werden? Welche Arten von Impfstoffen gibt es? Die häufigsten Fragen und Antworten.Warum konnten die SARS-CoV-2-Impfstoffe so schnell entwickelt werden? Welche Arten von Impfstoffen gibt es? Die häufigsten Fragen und Antworten.

Zu Beginn der Pandemie waren die Erwartungen an die Pharmaindustrie hoch. Diese hat die Herausforderung angenommen und in noch nie zuvor dagewesener Geschwindigkeit Impfstoffe entwickelt. Die Beschleunigung der Impfstoffentwicklung von normalerweise ca. zehn Jahren auf knapp ein Jahr macht vielen Menschen aber auch Angst. Hier die Antworten auf die häufigsten Fragen zur Corona-Schutzimpfung:

 

Warum konnten die SARS-CoV-2-Impfstoffe so schnell entwickelt werden?

Die enorme Beschleunigung der Impfstoffentwicklung von normalerweise zehn bis 15 Jahren auf knapp ein Jahr ist mehreren Faktoren zu verdanken.

• Viel Vorwissen vorhanden: Man musste in der Forschung nicht bei null anfangen. Denn es gab schon sehr viel Vorwissen von den Untersuchungen rund um Ebola, MERS-CoV (2012) und SARS-CoV-1 (2003). Deshalb wusste man schon im Frühjahr 2020, dass das Spike-Protein das entscheidende Antigen ist, gegen welches unser Körper Antikörper bildet. Allein diese Forschung dauert normalerweise mehrere Jahre.

• Beschleunigtes Zulassungsverfahren: Eigens für die Pandemie wurde ein neues Zulassungsverfahren eingeführt: der sogenannte Rolling Review. Das bedeutet, dass die Behörden schon vorab Daten zum Begutachten bekommen, während die klinischen Studien noch laufen. Normalerweise werden alle Unterlagen gesammelt erst nach Abschluss aller Studien eingereicht.

• Vorab-Start der Massenproduktion: Erstmals wurde beim Corona-Impfstoff schon vor der Zulassung mit der Massenproduktion begonnen. Dafür wird ein großes finanzielles Risiko in Kauf genommen. Denn jeder Impfstoff kann auch in späten Phasen der klinischen Studien noch scheitern und doch keine Marktzulassung bekommen. In einem solchen Szenario würden die produzierten Impfstoffe in der Mülltonne landen.• Internationale Zusammenarbeit: Die größte Gesundheitskrise der jüngeren Geschichte hat auch etwas Gutes. Forschungsgruppen auf der ganzen Welt arbeiten eng zusammen und nützen Synergien. Sie können so wesentlich mehr wesentlich schneller erreichen, als es jeder für sich alleine könnte.

• Alle diese Aspekte zusammen genommen kann die Entwicklungszeit auf etwa ein Jahr reduziert werden. Es werden keinerlei Abstriche in Hinblick auf die Anforderungen an einen Impfstoff gemacht.

 

Kann sich die Virus-mRNA der Impfstoffe ins menschliche Erbgut integrieren?

Viele Menschen haben Bedenken, dass sich bei mRNA-Impfstoffen das Genmaterial des Corona-Virus in das eigene Erbgut einfügen könne. Diese Angst ist völlig unbegründet.

Experten sind sich einig, dass ein solches Szenario ausgeschlossen werden kann. Denn die Transkription von DNA zu RNA ist eine Einbahnstraße. Damit rein hypothetisch der umgekehrte Vorgang passieren könnte, wären spezielle Enzyme notwendig, die aber in menschlichen Zellen nicht vorkommen.

Im folgenden Video, veröffentlicht vom Robert Koch-Institut, finden Sie weitere Informationen über den Impfstoff:

Zum Video

Der Artikel wurde verfasst von Mag. pharm. Irene Senn, PhD und auf deineapotheke.at veröffentlicht. Abgerufen wurde der Artikel am 15.01.2021.

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