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 Tipps

Blutdruck

Unser Herz befördert unglaubliche Mengen an Blut in die entlegensten Äderchen unseres Körpers. Dazu ist ein Druck in unserem Herz-Kreislauf-System lebensnotwenig, der jedoch in einem gewissen Rahmen bleiben sollte. Ist er zu hoch, sind auf lange Sicht gravierende gesundheitliche Probleme vorprogrammiert. Ein Risiko, mit dem sich übrigens gut ein Drittel der Bevölkerung konfrontiert sieht. Jede/r Fünfte hat leicht erhöhte Werte und rund 15 % aller Österreicherinnen und Österreicher leiden bereits an einer Hypertonie, also Bluthochdruck.

Die leise Gefahr  
Hypertonie wird im Englischen auch als „Silent (= lautloser) Killer“ bezeichnet, da oftmals praktisch keine oder sehr unspezifische Symptome auftreten. Dabei können unbemerkt bereits organische Schädigungen stattfinden. Arteriosklerose (arterielle Ablagerungen), Herzmuskelschäden, Gefäßveränderungen am Auge oder eine Nierenschädigung sind nur einige der möglichen Folgen, die durch Bluthochdruck begünstigt werden. Doch wie macht sich Hypertonie eigentlich bemerkbar? Zum einen durch ein gehäuftes Auftreten von Kopfschmerzen, Nasenbluten, Atemnot bei Belastung, Schwindel, Übelkeit oder Sehstörungen und zum anderen natürlich durch erhöhte Blutdruck-Werte. Diese lassen sich schnell und einfach mit einem Blutdruckmessgerät bestimmen, das nicht nur bei älteren Menschen zur Grundausstattung eines gesundheitsbewussten Haushalts gehören sollte. Idealerweise misst man regelmäßig 2x täglich, immer zur gleichen Uhrzeit, und schreibt die Werte nieder. So hat man nicht nur selbst den Überblick, sondern zudem eine wertvolle Information für den nächsten Arztbesuch.

 

Am besten 120/80!
Unser Blutdruck ist kein fest eingestellter Wert – und das ist gut so! Der Organismus regelt ihn nach den Bedürfnissen unseres Körpers und hält ihn beim gesunden Menschen normalerweise automatisch in Grenzen. Bewegt man sich jedoch dauerhaft in einem erhöhten Bereich, ist das ein Alarmzeichen, dass etwas nicht stimmt. Doch welcher Blutdruck ist nun normal und wo beginnt es, kritisch zu werden? Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die Richtwerte für den systolischen (maximalen) und den diastolischen (mini malen) Druck, der durch die Pumpwelle des Herzens in den Arterien entsteht. Grundsätzlich gilt: Alle nicht normalen Blutdruckwerte ab 130/90 sollten mit dem Arzt besprochen werden. Ebenso, wenn nur ein Wert erhöht ist (oberer Wert über 140 bzw. unterer Wert über 90). Auch hier gilt, lieber zu Hause regelmäßig Messungen durchführen, da man aufgrund der Aufregung in der Praxis zumeist höhere Werte hat.

 

 

  Reisekrankheit

Für viele Menschen sind der Start in den Urlaub oder auch längere Fahrten mit unangenehmen Konsequenzen verbunden. Während die einen seelenruhig unterwegs ihr Buch lesen, starren die anderen starr auf die Straße und möchten schnellstens wieder aussteigen. Doch woran liegt das eigentlich und was kann man dagegen tun? 


Was versteht man unter Reisekrankheit?

Als Reisekrankheit werden alle Symptome zusammengefasst, die durch die Fortbewegung mit einem Verkehrsmittel auftreten. Das kann von bloßem Unwohlsein und Übelkeit bis zu Erbrechen und längeren Beeinträchtigungen führen. Ein Paradebeispiel dafür ist die sogenannte Seekrankheit, die Schiffsreisende relativ häufig heimsucht, aber auch bei Flugreisen kommt der obligate Spuckbeutel manchmal zum Einsatz. Und selbst Auto-, Bus- oder Zugfahrten können Betroffenen die Lust am Reisen gründlich nehmen.

 

Die Ursachen
Der Grund für reisebedingtes Unwohlsein in all seinen Ausprägungen liegt im Inneren unseres Kopfes, genauer gesagt im Innenohr. Hier befindet sich unser kompliziertes Gleichgewichtsorgan, das aus drei, mit Flüssigkeit gefüllten, Bogengängen besteht und Bewegungen in allen drei Ebenen – recht/links, vorne/hinten, oben/unten – registriert. Diese Signale werden an das Gleichgewichtszentrum im Gehirn weitergeleitet und zusammen mit anderen Sinnesein - drücken (Auge, Tastsinn) logisch interpretiert und verarbeitet. Ohne diese kontinuierlichen Informationen wäre es uns z.B. unmöglich, zu stehen oder zu gehen. Durch verschiedene Faktoren, wie etwa starke Beschleunigung oder Kurvenkräfte, kann das System sprichwörtlich aus dem Gleichgewicht geraten. Stehen dann noch die optischen Reize (unbewegte Flugzeugkabine oder Schiffsinneres) im Widerspruch zum gerade unbewusst Wahrgenommenen, führt dies zu einer Reizung des vegetativen Nervensystems mit den bekannten, unangenehmen Folgen wie Schwindel, Pulsanstieg, Schweißausbrüche, Übelkeit und Erbrechen.

Was kann ich tun?
Leider gibt es keine Impfung gegen Reisekrankheit. Mit Ausnahme von Säuglingen, deren Gleichgewichtssinn noch nicht vollständig entwickelt ist, kann diese Beeinträchtigung bei jedem gesunden Menschen auftreten. Etwa jede/r Siebte hat sogar eine ausgeprägte Neigung dazu. Dabei kann es übrigens durchaus vorkommen, dass auch alte Seebären und Vielflieger plötzlich Probleme bekommen.

Hier ein paar gute Tipps, mit denen Sie das Risiko etwas minimieren können:

  • 24 h vor der Reise keine schweren Speisen und Alkohol zu sich nehmen n Im Auto – wenn möglich – selbst fahren oder vorne sitzen

  • Bei Bus- oder Bahnfahrten immer in Fahrtrichtung setzen

  • Im Flugzeug einen Platz im vorderen Bereich und am Mittelgang nehmen

  • Bei Seegang auf Schiffen hilft es, sich oberhalb des Wasserspiegels in der Mitte des Schiffes aufzuhalten

  • Am besten, die Fahrt-Bewegung anhand der Umgebung aktiv nachvollziehen, also z.B. im Auto auf die Straße schauen

Spezielle Medikamente gegen Erbrechen (Antiemetika) oder Schwindel (Antivertiginosa) gibt es in Form von Kaugummis, Tabletten oder Zäpfchen. Sie dämpfen jedoch die betreffenden Hirnareale und dürfen daher beim Lenken eines Fahrzeugs nicht genommen werden.

Erfolge konnten zudem mit Akupunktur erzielt werden und die Natur hält hier ebenso einige wirksame Mittel gegen Reisekrankheit bereit. Werfen Sie einen Blick auf die diesbezügliche homöopathische und pflanzliche Auswahl in Ihrer Rat & Tat Apotheke – damit das Urlaubsvergnügen gleich bei der Abreise beginnen kann!

Viele Themen mehr im Rat & Tat Kundenmagazin (Ausgabe Mai/Juni  2012 - PDF). U.a. finden Sie auch folgende Artikel:

  • Herz & Kreislauf - unser Lebensmotor

  • Antioxidantien - Was sie wirklich können

  • Gesunde Urlaubsziele - Reisen ohne Nebenwirkungen

  • u.v.m.

Quelle: Rat & Tat Kundenmagazin

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